Die weltberühmte Dreigroschenoper wurde 1928 in Berlin uraufgeführt. Brecht kritisiert darin die Mentalität der Bürger. Der Komponist Kurt Weill mischte in seiner Musik Elemente aus Jazz und Tango, Blues und Jahrmarktsmusik und garnierte sie mit ironischen Seitenhieben auf bürgerliche Oper und Operette. Daraus entstand ein Welthit.
Das Stück spielt im London der Zwanziger Jahre. Der Bettlerkönig Jonathan Peachum engagiert Leute, um sie als Bettler auf die Strasse zu schicken. Das Geschäft mit den «Ärmsten der Armen» läuft gut, er kassiert einen grossen Teil der Bettler-Einnahmen. Doch da erfährt er, dass seine Tochter Polly sich heimlich mit dem Gangsterboss Mackie Messer, dem König der Strassendiebe, eingelassen hat. Der Vater tobt und fürchtet um sein Geschäft. Als sich herausstellt, dass die beiden heimlich geheiratet haben, kommt es zum Krieg in Londons Halb- und Unterwelt. Schnell holt Peachum seinen Freund, den Polizeichef Brown zu Hilfe. Mackie Messer soll angezeigt, gefangen gesetzt und schliesslich am Galgen hingerichtet werden. Trotz Pollys Warnung verlässt der frisch gebackene Ehemann die Stadt nicht. Die Hure Jenny verrät ihn und er steckt mit seinem Hals schon fast in der Schlinge. Die Hinrichtung scheint unabwendbar, doch Brecht erfand seinen eigenen gesellschaftskritischen Schluss.
Das Theater Biel Solothurn unter der Regie der international erfolgreichen Spielleiterin Katharina Rupp wird eine ironisch-aktualisierte Inszenierung zeigen. Für die Musik wurde ein Live-Orchester unter Leitung von Andres Joho engagiert.
» Weitere Informationen zum Stück |