Das Stück lotet die Beziehung von Kunst und Kulturpolitik aus. Es handelt vom »Krampf«, Geld für Kunst zu ergattern. In rasantem Tempo entführen drei Akteure das Publikum in stets neue Situationen im Kampf um Unterstützungsbeiträge. Bald befindet man sich an einer Museumskasse mit gestaffelten Eintrittspreisen je nach Herkunft und Steuerdomizil, bald in einem Werbespot für das Migros-Kulturprozent oder im Yoga-Kurs: »Entspannen Sie sich, spüren Sie, wie der Staat Sie trägt. Stellen Sie sich einen Staat vor, in dem die AHV sichergestellt ist, in dem es keine Kriminalität gibt und keine Kultur«.
Die Künstlerin Anna und ein Kulturbeamter tragen uns die schwierige Beziehung zwischen Kunst und Kulturpolitik vor. Er eröffnet, umständlich und verklemmt, Annas Ausstellung. Er ist am Bürotisch der idealistische Kämpfer für die Kreativen und Intellektuellen, ist gegen die «reichen Rechten», die sowieso nur tote Künstler mögen. Sie - keck und offen - wirkt zusehends entnervt. Und trotzdem kommen sie sich näher. Sie lehrt ihn, wie sich ein Kenner an einer Bilder-Vernissage korrekt verhält, er lehrt sie das «Antrags-ABC» für das perfekte Unterstützungsgesuch. Er hat Geld, sie will Geld. Sie lieben sich - oder haben sie nur davon geträumt? Die rasanten Dialoge unterlegt ein DJ mit Beat, Rhythmus, Reim und Refrain. Die freche Auseinandersetzung wird zum Sprachkonzert.
In dieser Inszenierung führt die erfolgreiche Autorin Laura de Weck erstmals selber Regie. Ihr Werk wurde am 12. Mai 2011 in der Roten Fabrik in Zürich uraufgeführt.
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