Geächtet

Die Sprengkraft heimlicher Vorurtiele über Rasse und Religion

 

Schauspiel von Ayad Akhtar, Deutsch von Barbara Christ

 

Eine Koproduktion von Altes Schauspielhaus Stuttgart / Thespiskarren / Eurostudio Landgraf

 

Mittwoch, 31. Oktober 2018 um 19.30 Uhr

im EQUILIBRE, Freiburg

 

Photos © Sabine Haymann


Amir Kapoor lebt den amerikanischen Traum: Der Sohn pakistanischer Einwanderer ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in New York. Er trägt teure Hemden, geniesst gutes Essen und wohnt in einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut. Er funktioniert bestens. Seine Strategie heisst Assimilation – sein Problem Identität. Denn Integration bedeutet im heutigen Amerika für Amir die Abkehr von den eigenen Wurzeln wie dem Islam. Anders seine Frau Emily: Die weisse Amerikanerin hat die islamische Kultur für sich entdeckt. Doch bei einem Abendessen eskaliert eine Diskussion über religiöse Traditionen. Amir, der Mann mit dem muslimischen Hintergrund, warnt seine Freunde vor der Gewaltbereitschaft der Muslime, diese schlügen ihre Frauen. Doch gleich darauf bekennt er, dass ihm die Anschläge auf die Twin Towers gefallen hätten. Im Halbspass meint er gar:«Der nächste Anschlag wird vermutlich von einem verübt, der so aussieht wie ich». Amir ist integrierter amerikanischer Bürger, aber auch ein heimlich von Gewalt träumender Dschihadist. Wer weiß, welche Kräfte die Demütigungen von heute oder die Glückserlebnisse von morgen in ihm wecken?

Das Stück stammt von Ayad Akhtar, der selbst pakistanische Wurzeln hat. Es erschien 2012 und erhielt den Pulitzer-Preis, nun ist es in Deutschland das «beste ausländische Stück des Jahres 2016».

 

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