Der Trip Rousseau

 Mit französischen Übertiteln.

 

Schauspiel von Dominique Ziegler

Theater Orchester Biel Solothurn TOBS

 

Mittwoch, 09. Dezember 2020 um 19.30 Uhr

im EQUILIBRE, Freiburg

75 min ohne Pause

 

Hinweis für Epileptiker: Während der Vorstellung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz.


Als Glück im Pech kann man den Ersatz für „Bellissima“ bezeichnen. Das für den 9. Dezember programmierte Stück „Bellissima“ konnte von TOBS nicht produziert werden. Als Ersatz wählte Theater in Freiburg „Der Trip Rousseau“ von Dominique Ziegler. Diese Wahl erwies sich als ein mehrfacher Glücksfall. Erstmals ist ein Stück von Dominique Ziegler in deutscher Übersetzung im Equilibre. Wir Deutschsprachige lernen einen talentierten und engagierten jungen Schweizer Autor kennen. TOBS bietet die deutschsprachige Erstaufführung mit französischer Übertitelung. Zweitens lernen wir auf amüsante Weise das Leben von Jean-Jacques Rousseau kennen. Drittens bringt es der Regisseur Robin Telfer in einem 100 minütigen Fluss mit viel Witz und klar erkennbaren historischen Etappen auf die Bühne. Viertens wird es hervorragend gespielt. Und fünftens ist das grossartige Bühnenbild zu erwähnen, das die Szenen seines Lebens nicht besser begleiten könnte. Eine Schauspielerin und ein Schauspieler verwandeln sich in die vielen Rousseau begleitenden Personen, vom Pfarrer Lambercier bis Voltaire, Diderot und Grimm; vom Mutterersatz Madame de Warens bis zur Geliebten und zur Ehefrau Thérèse Levasseur. Liliom Lewald spielt Rousseau präzise und glaubwürdig in all seinen Facetten. „Ziel des Stückes ist, dass eine Person, die nichts über Rousseau weiss, eine dynamische Aufführung erlebt und einen einfachen Zugang zum Verständnis des Denkers“ findet ... „Daher kam die Idee eines schnellen, rhythmischen Stücks, welches das persönliche Leben und seine Werke miteinander verbindet“ sagt Ziegler. Und das ist dem Autor, dem Regisseur und den Schauspielern vollumfänglich gelungen. In 100 Minuten lernt man Rousseaus von Widersprüchen und Lügen geprägtes Leben und sein Werk vergnüglich so kennen, dass man nach Hause geht es nun wirklich kennen lernen möchte.